Wo einst 24 atomare Sprengköpfe lagerten

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Finsterwalde Der Flugplatz in Finsterwalde hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Für die deutsche Wehrmacht in Vorbereitung eines schrecklichen Krieges in den 1930er-Jahren errichtet, übernahm die Sowjetarmee danach den Flugplatz - bis sie nach der Wende mit ihren Fliegern abzog.

30.07.2011
Seit dem wird das Areal als Gewerbegebiet vor allem wirtschaftlich genutzt. Dass hier weiter geflogen wird, ist vor allem einer Firma zu verdanken: Aircraft Maintenance & Consulting GmbH. In zwei alten Flughallen werden Flugzeuge repariert und gewartet. Das Unternehmen unter Geschäftsführer Erik Baues betreut im Auftrage der Wirtschaftsförderungsgesellschaft auch den Flugbetrieb auf dem Lausitz-Flugplatz Finsterwalde-Schacksdorf.

Am kommenden Mittwoch, 3. August, lädt die Lausitzer Rundschau bei ihrer Sommertour hierher ein. Besucher haben die Gelegenheit, die Flugwerft kennenzulernen. Flugzeuge, die zu dem Zeitpunkt in den Hallen stehen, können besichtigt werden. Wilfried Wend, der im Tower wohnt, wird viel Interessantes über die Geschichte des Flugplatzes zu berichten wissen. Außerdem wird Bernd Tilgner, seit Jahrzehnten ein leidenschaftlicher Modellbauer, sämtliche mehr als 50 deutsche und sowjetische Flugzeugtypen im Modell zeigen, die in Finsterwalde in Kriegs- und Friedenszeiten auf dem Nehesdorfer Militärfluplatz stationiert waren.

"Bitte einsteigen", lädt anschließend Wilfried Wend zu Ausfahrten mit dem Kleinbus zum früheren Atombunker ein, wo die Sowjets 24 atomare Sprengköpfe hinter dicken Betonwänden lagerten. Der Flugplatzexperte kennt Details über den einstigen Hochsicherheitstrakt.

Währenddessen können die anderen Besucher das wiedereröffnete Café im Tower kennenlernen und von luftiger Höhe aus bei Kaffee und Kuchen ihre Blicke weit über das Flugfeld hinaus schweifen lassen.

Die Sommertour am 3. August beginnt um 13 Uhr am Tower. Sie ist kostenlos, Anmeldung ist nicht notwendig. Seite 17


-db-
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