Vor dem Korso in Ponnsdorf werden die Pferde frisiert

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Ponnsdorf Höhepunkt des Ponnsdorfer Dorffestes ist unbestritten die 13. Auflage des großen Kutschenkorsos gewesen.

26.07.2011
Jürgen Pohle kam mit seinen Haflingern aus Doberlug-Kirchhain nach Ponnsdorf. Foto: Torsten Pötzsch/top1
Foto: Torsten Pötzsch/top1
Über 700 Schaulustige verfolgten nach Aussage des Veranstalters, des Ponnsdorfer Traditionsvereins, das Spektakel. „Wir wollen unsere Liebe und Freude zum Pferdesport demonstrieren und Werbung für die Region machen. Das ist uns wieder gelungen“, so Harald Risse, der fachkundig gemeinsam mit Rainer Richter durch die Veranstaltung führte.

Beim Geschicklichkeitsfahren mit der Kutsche siegte Lokalmatador Stephan Richter mit einer Anspannung edler Warmblüter. Richter, der auf der Grünen Woche den Länderpokal für Brandenburg gewonnen hatte, war als Favorit ins Rennen gegangen. Am Nachmittag dagegen, beim Kutschenkorso, ging es nicht um Platz und Sieg, hier sollte was für das Auge geboten werden. 15 Gespanne gingen an den Start: gediegene Parkwagen, für die gemütliche Spazierfahrt, Spider, Vagonetten, Jagdkutschen bis hin zu sportlichen Marathonwagen. „Manche Kutschen sind über 100 Jahre alt, andere dagegen nagelneu“, erklärte Harald Risse. „Es dauert oft mehr als zwei Stunden, bis Ross, Kutscher und Kutsche ausfahrbereit sind. Einige Teilnehmer, wie Jürgen Pohle aus Doberlug-Kirchhain, treiben es sogar noch etwas weiter. Da werden tags zuvor die Mähnen und Schweife gewaschen und geflochten, quasi wie beim Friseur.“ Die Zuschauer erkannten den Wert dieser Mühen und applaudierten jedem Teilnehmer.

Neuer Teilnehmer war die Breitenauer Feuerwehr mit ihrer Handdruckspritze aus dem Jahr 1900. Als Matthias Goßlau seine beiden schwarzen Friesen vor Mannschaftswagen und Spritze spannte, ergab dies ein einmaliges Bild. Mit der Vorstellung der Teilnehmer, einer Ausfahrt über sechs Kilometer und anschließenden Interviews und Erläuterungen der Kutschenanspannungen vor dem fachkundigen Publikum, dauerte das ganze Spektakel gut zwei Stunden. Schluss war dann aber noch lange nicht, denn im großen Festzelt unterhielten die Ponnsdorfer ihre Gäste mit einem selbst inszenierten, bunten Showprogramm.


Torsten Pötzsch/top1
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